{"id":3541,"date":"2024-07-06T07:38:18","date_gmt":"2024-07-06T07:38:18","guid":{"rendered":"https:\/\/cornelia-fink.de\/?p=3541"},"modified":"2024-07-06T07:38:18","modified_gmt":"2024-07-06T07:38:18","slug":"der-ton-zeigt-die-person","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cfink.dikonzept.cloud\/?p=3541","title":{"rendered":"DER TON ZEIGT DIE PERSON"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8221;1&#8243; admin_label=&#8221;section&#8221; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; global_colors_info=&#8221;{}&#8221;][et_pb_row admin_label=&#8221;row&#8221; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; background_size=&#8221;initial&#8221; background_position=&#8221;top_left&#8221; background_repeat=&#8221;repeat&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221;][et_pb_column type=&#8221;4_4&#8243; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; custom_padding=&#8221;|||&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221; custom_padding__hover=&#8221;|||&#8221;][et_pb_text admin_label=&#8221;Text&#8221; _builder_version=&#8221;4.26.0&#8243; header_3_text_color=&#8221;#0C71C3&#8243; background_size=&#8221;initial&#8221; background_position=&#8221;top_left&#8221; background_repeat=&#8221;repeat&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221;]<\/p>\n<h3>Was unsere STIMME \u00fcber uns verr\u00e4t\u00a0 &#8211;\u00a0 Reise zum eigenen Selbst<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/cornelia-fink.de\/gesangstraining\/\"><em>\u00a0\u201eSprich, dass ich dich sehe.\u201c So formulierte es einst Sokrates.<\/em>\u00a0<\/a><\/p>\n<p><em>&#8220;Man sieht nur mit dem Herzen gut&#8221; <\/em>l\u00e4sst Antoine de Saint Exup\u00e9ry den Fuchs in seinem \u201ekleinen Prinzen sagen.<\/p>\n<p>Dieser Satz ergibt bei Google 180.000 Treffer!<\/p>\n<p>Bei mir selbst resoniert dieser Ausspruch solange ich denken kann, denn ich wuchs <strong>mit einem blinden Gro\u00dfvater<\/strong> auf, der mich lehrte<strong> \u201emit den Ohren zu sehen\u201c<\/strong> und <strong>\u201emit dem Herzen zu h\u00f6ren\u201c<\/strong>. Bis heute \u201esehe\u201c ich klarer, wenn ich die Augen schlie\u00dfe, und meine Ohren in mein Herz versenke.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr gibt es sogar eine anatomische Erkl\u00e4rung, denn von unserem inneren Ohr reicht eine Verbindung \u2013 die sogenannte \u201eEustachische R\u00f6hre\u201c \u2013 \u00fcber die Luftr\u00f6hre hinter unser Brustbein. <strong>Wir h\u00f6ren uns selbst \u201evon innen\u201c<\/strong> \u2013 in unserem Herzen &#8211; wenn wir sprechen oder singen.<\/p>\n<p>Leider haben wir jedoch verlernt dies bewusst <strong>mit \u201eoffenem Herzen\u201c<\/strong> zu tun. Zu viel haben wir erlebt an Verletzungen und Zur\u00fcckweisungen, an Be-wertung und Ab-wertung, an Missachtung und missverstanden Sein, dass wir unser Herz mehr und mehr verschlossen haben w\u00e4hrend unseres Lebens, dass wir \u201evergessen\u201c haben, wie sehr es uns Freund und Wegweiser sein m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Vielleicht ber\u00fchren uns die Worte des Fuchses bei seiner Begegnung mit dem kleinen Prinzen \u00fcber <strong>das Geheimnis der wahren Freundschaft<\/strong> deshalb so sehr, weil sie eben jene Erinnerung in uns anschwingen, die nicht aufgeh\u00f6rt hat, sich zu sehnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Mit den Ohren sehen<\/h3>\n<p>Intuitiv sind wir alle in der Lage \u201ein Stimmen zu lesen\u201c und \u201emit dem Herzen zu h\u00f6ren\u201c. Unser Organismus ist bereits im Mutterleib darauf ausgerichtet. <strong>Das Geh\u00f6r ist der erste Sinn, der sich entwickelt <\/strong>\u2013 bereits in der 21. Woche reagieren Babys auf die Stimme ihrer Mutter, und sie k\u00f6nnen sie einen Tag nach der Geburt von anderen Ger\u00e4uschen unterscheiden.<\/p>\n<p>Es <strong>sichert unser \u00dcberleben<\/strong> zu \u201elesen\u201c, ob eine Stimme uns wohlgesonnen ist, f\u00fcrsorglich zugewandt oder ablehnend und vielleicht sogar \u201egef\u00e4hrlich\u201c. Und auch, ob jemand ehrlich ist oder nur \u201eso tut, als ob\u201c.<\/p>\n<p><strong>Die Stimme ist<\/strong> so etwas wie <strong>ein \u201eUrph\u00e4nomen\u201c<\/strong>, dessen Klang \u201edie Umwelt als menschliche Welt \u00fcberhaupt erst hervorbringt\u201c, wie es Goethe einst beschrieb. Ein Mensch kann nur jemand sein, aus dem etwas hervor- oder hindurchklingt. (\u201epersonare\u201c**)<\/p>\n<p><strong>Eine \u201ePerson\u201c wird<\/strong> also <strong>dadurch definiert, wie sie klingt.<\/strong> Eine Pers\u00f6nlichkeit zeigt sich durch die STIMME. Sie ist sozusagen in ihr enthalten.<\/p>\n<p><strong>Dem \u201eTon\u201c der Stimme wohnt eine Unverkennbarkeit inne<\/strong>, welche sich durch Klangfarbe, Rhythmus, Betonung manifestiert. Daraus sch\u00f6pfen wir im t\u00e4glichen Leben eine stimmliche Bandbreite an Emotionen, ja sogar Charaktere, die wir wie Masken** aufsetzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die wahre Sehnsucht<\/h3>\n<p>Es ist die nie versiegende Sehnsucht <strong>von anderen Menschen mit dem Herzen gesehen zu werden<\/strong>, mit und durch die Augen der Liebe. Einer Liebe, die nicht bewertet, keine Erwartungen an uns stellt. Die uns so annimmt, wie wir &#8220;wirklich&#8221; sind, jenseits aller Masken** und Rollen, die wir &#8220;spielen&#8221;.<\/p>\n<p>Deshalb l\u00f6sen kleine Kinder und Tiere (z. B. Hunde) ein so angenehmes, liebevolles und entspanntes Gef\u00fchl in uns aus: <strong>Wir erinnern uns. <\/strong><\/p>\n<p>Als kleine Kinder sahen wir die Welt mit dem Herzen an, <strong>unbek\u00fcmmert, neugierig und offen<\/strong>, ohne uns an Regeln zu halten und bestimmten Konventionen zu beugen, Wir schafften uns st\u00e4ndig eigene neue Regeln, folgten unserem Wohlbefinden und lebten unsere Emotionen unmittelbar. <strong>Wir brachten uns ungefiltert \u201ezum Ausdruck\u201c.<\/strong><\/p>\n<p>Weil ein Teil von uns sich erinnert, ist es f\u00fcr die meisten Menschen <strong>leicht, kleine Kinder mit dem Herzen anzusehen<\/strong>. Wir erkennen, dass sie es auch tun. Dass sie uns nicht bewerten, sondern uns nehmen, wie wir sind.<\/p>\n<p><strong>Mich &#8220;mit dem Herzen&#8221; ansehen zu lassen, hei\u00dft zuzulassen, dass ich mich \u00f6ffne und mich verletzlich mache<\/strong>. Im Umgang mit spielenden Kindern oder Tieren kann ich mich ganz ohne jegliche Schutzma\u00dfnahmen meiner nat\u00fcrlichen Lebensfreude \u00f6ffnen, jenseits des Verstandes.<\/p>\n<p><strong>Dadurch entsteht eine Beziehung, auch mit mir selbst.<\/strong> Ich komme in Kontakt mit meinem &#8220;wahren Ich&#8221;, mit dem unver\u00e4nderlichen g\u00f6ttlichen Kern in mir.<\/p>\n<p>Ich komme in Kontakt mit dem Teil, aus dem heraus ich als Kind gelebt habe und es entsteht die Sehnsucht, wieder aus diesem Teil heraus zu leben. Es entsteht der Wunsch, als erwachsener Mensch wieder den kindlichen und unbek\u00fcmmerten Teil zu sp\u00fcren und nicht vom rationalen Verstand heraus zu agieren.<\/p>\n<p>Und hier kommt unsere STIMME ins Spiel.<\/p>\n<h3>Wer bin ich<\/h3>\n<p>Diese Frage ist oft &#8211; unbewusst &#8211; der wahre Antrieb, wenn Menschen zu mir kommen, um mit mir zu singen. Sie wollen sich selbst wiederfinden.<\/p>\n<p>Da ich gelernt habe, mit den \u201eAugen des Herzens\u201c zu h\u00f6ren, <strong>erkenne ich in jeder STIMME sofort ihre Essenz<\/strong>. Den g\u00f6ttlichen Kern, der auch \u201edas innere Kind\u201c oder \u201edie innere STIMME\u201c genannt wird.<\/p>\n<p>Ich sehe es als meine einzige Aufgabe an, mich mit dieser Essenz zu verbinden, ihr zuzuh\u00f6ren, und dabei zu helfen, die Mauern und Blockaden beiseite zu r\u00e4umen, die den Zugang zu dieser Essenz versperren.<\/p>\n<p><strong>Arbeit mit und an der STIMME ist<\/strong> f\u00fcr mich <strong>Befreiung<\/strong> von anerzogenen und angelernten Mustern, Regeln und Konzepten, die ein freies Schwingen der Seele behindern. Bei vielen meiner Sch\u00fcler und Klienten ist der Raum, den sie sich selbst zugestehen unglaublich klein. Sie k\u00f6nnen nicht frei atmen. Sie k\u00f6nnen sich nicht in ihrer Gr\u00f6\u00dfe aufrichten. Sie schlagen oft die Augen nieder, oder suchen einen Punkt au\u00dferhalb ihrer selbst, den sie \u201eanschauen\u201c, anstatt sich selbst zu sehen.<\/p>\n<p>Sie haben keine Verbindung zu ihrem \u201einneren Selbst\u201c. Sie \u201edurchklingen\u201c sich nicht. <strong>Die Person<\/strong> verbirgt sich hinter der \u201eMaske\u201c \u2013 \u201epersona\u201c** \u2013 die sie f\u00fcr sich selbst gew\u00e4hlt haben als die Rolle, in der sie gerne gesehen werden wollen. Doch in ihrer STIMME sind sie immer h\u00f6rbar, als der Mensch, der sie wahrhaftig sind.<\/p>\n<p>Wenn durch Schauspieltraining, Gesangsunterricht oder \u201eArbeit an Stimme, Sprache und Pers\u00f6nlichkeit\u201c der wahre Kern ans Licht geholt und die Seele wieder sichtbar wird, was sich im StimmKlang \u00e4u\u00dfert, wird das Leuchten in den Augen zum erkennbaren Zeichen der \u201eVerwandlung\u201c. Zur\u00fcck zum Schmetterling \u2013 raus aus der Erstarrung der \u201ePuppe\u201c und der uners\u00e4ttlich hungrigen Raupe.<\/p>\n<p>Wir hungern in Wahrheit nach uns selbst \u2013 wir erstarren aber an den Erwartungen, die wir an uns selbst stellen, und die von au\u00dfen an uns gestellt werden. <strong>Wenn die eigene Stimme sich<\/strong> aus dieser Erstarrung wieder <strong>Bahn bricht<\/strong>, und die Panzer sprengt, erwacht der Schmetterling zum Leben, und wir <strong>erkennen, wer wir wirklich sind<\/strong>.<\/p>\n<p>Wir alle haben Fl\u00fcgel, um mit Leichtigkeit unser Leben zu bestreiten, wenn wir uns wiedergefunden und erkannt haben, dass man uns nur eingeredet hat, es nicht wert zu sein in Freiheit zu leben. Dass wir nicht \u201ew\u00fcrdig f\u00fcr den Schl\u00fcssel sind\u201c. ***<\/p>\n<p><em>Man sieht oft etwas hundert Mal, tausend Mal,<br \/>ehe man es zum allerersten Mal wirklich sieht.<br \/><\/em>Christian Morgenstern<\/p>\n<p>Anmerkungen:<\/p>\n<p>** Das Wort \u201epersonare\u201c kommt aus dem Lateinischen \u2013 und bedeutet\u00a0 \u201edurchklingen\u201c<\/p>\n<p>** Das Wort \u201epersona\u201c kommt aus dem Griechischen \u2013 und bedeutet \u201eMaske\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>***Um diesen letzten Satz zu verstehen \u00e0 lies unser Buch \u201eDer Weg hinter die Spiegel\u201c<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8221;4.26.0&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221;][et_pb_column type=&#8221;4_4&#8243; _builder_version=&#8221;4.26.0&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221;][et_pb_text _builder_version=&#8221;4.25.1&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221; text_font_size=&#8221;16px&#8221; header_3_font_size=&#8221;18px&#8221; header_3_line_height=&#8221;1.2em&#8221; background_color=&#8221;rgba(163,103,0,0.07)&#8221; custom_padding=&#8221;20px|20px|20px|20px|true|true&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221;]<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">In deiner STIMME existiert ein Code, der dich einmalig macht.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Egal, was du tust,<br \/>egal, wohin du gehst,<br \/>egal mit wem.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Es ist dein innerer Kern, der dich immer begleitet \u2013<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<h3 style=\"text-align: center;\">dein\u00a0Ich<\/h3>\n<h3 style=\"text-align: center;\">deine Essenz<\/h3>\n<h3 style=\"text-align: center;\">DEINE STIMME<\/h3>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8221;1&#8243; _builder_version=&#8221;4.17.0&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221; background_enable_color=&#8221;off&#8221; custom_padding=&#8221;0px|||||&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221;][et_pb_row _builder_version=&#8221;4.17.0&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221;][et_pb_column type=&#8221;4_4&#8243; _builder_version=&#8221;4.17.0&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221;][et_pb_text _builder_version=&#8221;4.26.0&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221; header_2_font_size=&#8221;24px&#8221; header_3_font_size=&#8221;18px&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221;]<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Jetzt Newsletter abonnieren und als Dankesch\u00f6n<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">&#8220;Die 7 Geheimnisse erfolgreicher Selbstpr\u00e4sentation&#8221; downloaden!<\/h3>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_button button_text=&#8221;Klicks&#8221; _builder_version=&#8221;4.26.0&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221; button_alignment=&#8221;center&#8221; hover_enabled=&#8221;0&#8243; sticky_enabled=&#8221;0&#8243;][\/et_pb_button][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8221;4.17.0&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221;][et_pb_column type=&#8221;4_4&#8243; _builder_version=&#8221;4.17.0&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221;][et_pb_text _builder_version=&#8221;4.26.0&#8243; _module_preset=&#8221;default&#8221; custom_margin=&#8221;-43px|||||&#8221; hover_enabled=&#8221;0&#8243; global_colors_info=&#8221;{}&#8221; sticky_enabled=&#8221;0&#8243;]<\/p>\n<p>[cleverreach form=323996]<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was unsere STIMME \u00fcber uns verr\u00e4t\u00a0 &#8211;\u00a0 Reise zum eigenen Selbst \u00a0\u201eSprich, dass ich dich sehe.\u201c So formulierte es einst [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3601,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<h3>Was unsere STIMME \u00fcber uns verr\u00e4t\u00a0 -\u00a0 Reise zum eigenen selbst<\/h3><p><em>\u00a0\u201eSprich, dass ich dich sehe.\u201c So formulierte es einst Sokrates.<\/em> (verlinken auf die Audio-Datei)<\/p><p><em>\"Man sieht nur mit dem Herzen gut\" <\/em>l\u00e4sst Antoine de Saint Exup\u00e9ry den Fuchs in seinem \u201ekleinen Prinzen sagen.<\/p><p>Dieser Satz ergibt bei Google 180.000 Treffer!<\/p><p>Bei mir selbst resoniert dieser Ausspruch solange ich denken kann, denn ich wuchs <strong>mit einem blinden Gro\u00dfvater<\/strong> auf, der mich lehrte<strong> \u201emit den Ohren zu sehen\u201c<\/strong> und <strong>\u201emit dem Herzen zu h\u00f6ren\u201c<\/strong>. Bis heute \u201esehe\u201c ich klarer, wenn ich die Augen schlie\u00dfe, und meine Ohren in mein Herz versenke.<\/p><p>Daf\u00fcr gibt es sogar eine anatomische Erkl\u00e4rung, denn von unserem inneren Ohr reicht eine Verbindung \u2013 die sogenannte \u201eEustachische R\u00f6hre\u201c \u2013 \u00fcber die Luftr\u00f6hre hinter unser Brustbein. <strong>Wir h\u00f6ren uns selbst \u201evon innen\u201c<\/strong> \u2013 in unserem Herzen - wenn wir sprechen oder singen.<\/p><p>Leider haben wir jedoch verlernt dies bewusst <strong>mit \u201eoffenem Herzen\u201c<\/strong> zu tun. Zu viel haben wir erlebt an Verletzungen und Zur\u00fcckweisungen, an Be-wertung und Ab-wertung, an Missachtung und missverstanden Sein, dass wir unser Herz mehr und mehr verschlossen haben w\u00e4hrend unseres Lebens, dass wir \u201evergessen\u201c haben, wie sehr es uns Freund und Wegweiser sein m\u00f6chte.<\/p><p>Vielleicht ber\u00fchren uns die Worte des Fuchses bei seiner Begegnung mit dem kleinen Prinzen \u00fcber <strong>das Geheimnis der wahren Freundschaft<\/strong> deshalb so sehr, weil sie eben jene Erinnerung in uns anschwingen, die nicht aufgeh\u00f6rt hat, sich zu sehnen.<\/p><p>\u00a0<\/p><h3>Mit den Ohren sehen<\/h3><p>Intuitiv sind wir alle in der Lage \u201ein Stimmen zu lesen\u201c und \u201emit dem Herzen zu h\u00f6ren\u201c. Unser Organismus ist bereits im Mutterleib darauf ausgerichtet. <strong>Das Geh\u00f6r ist der erste Sinn, der sich entwickelt <\/strong>\u2013 bereits in der 21. 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Sie ist sozusagen in ihr enthalten.<\/p><p><strong>Dem \u201eTon\u201c der Stimme wohnt eine Unverkennbarkeit inne<\/strong>, welche sich durch Klangfarbe, Rhythmus, Betonung manifestiert. Daraus sch\u00f6pfen wir im t\u00e4glichen Leben eine stimmliche Bandbreite an Emotionen, ja sogar Charaktere, die wir wie Masken** aufsetzen.<\/p><p>\u00a0<\/p><h3>Die wahre Sehnsucht<\/h3><p>Es ist die nie versiegende Sehnsucht <strong>von anderen Menschen mit dem Herzen gesehen zu werden<\/strong>, mit und durch die Augen der Liebe. Einer Liebe, die nicht bewertet, keine Erwartungen an uns stellt. Die uns so annimmt, wie wir \"wirklich\" sind, jenseits aller Masken** und Rollen, die wir \"spielen\".<\/p><p>Deshalb l\u00f6sen kleine Kinder und Tiere (z. B. Hunde) ein so angenehmes, liebevolles und entspanntes Gef\u00fchl in uns aus: <strong>Wir erinnern uns. <\/strong><\/p><p>Als kleine Kinder sahen wir die Welt mit dem Herzen an, <strong>unbek\u00fcmmert, neugierig und offen<\/strong>, ohne uns an Regeln zu halten und bestimmten Konventionen zu beugen, Wir schafften uns st\u00e4ndig eigene neue Regeln, folgten unserem Wohlbefinden und lebten unsere Emotionen unmittelbar. <strong>Wir brachten uns ungefiltert \u201ezum Ausdruck\u201c.<\/strong><\/p><p>Weil ein Teil von uns sich erinnert, ist es f\u00fcr die meisten Menschen <strong>leicht, kleine Kinder mit dem Herzen anzusehen<\/strong>. Wir erkennen, dass sie es auch tun. Dass sie uns nicht bewerten, sondern uns nehmen, wie wir sind.<\/p><p><strong>Mich \"mit dem Herzen\" ansehen zu lassen, hei\u00dft zuzulassen, dass ich mich \u00f6ffne und mich verletzlich mache<\/strong>. Im Umgang mit spielenden Kindern oder Tieren kann ich mich ganz ohne jegliche Schutzma\u00dfnahmen meiner nat\u00fcrlichen Lebensfreude \u00f6ffnen, jenseits des Verstandes.<\/p><p><strong>Dadurch entsteht eine Beziehung, auch mit mir selbst.<\/strong> Ich komme in Kontakt mit meinem \"wahren Ich\", mit dem unver\u00e4nderlichen g\u00f6ttlichen Kern in mir.<\/p><p>Ich komme in Kontakt mit dem Teil, aus dem heraus ich als Kind gelebt habe und es entsteht die Sehnsucht, wieder aus diesem Teil heraus zu leben. Es entsteht der Wunsch, als erwachsener Mensch wieder den kindlichen und unbek\u00fcmmerten Teil zu sp\u00fcren und nicht vom rationalen Verstand heraus zu agieren.<\/p><p>Und hier kommt unsere STIMME ins Spiel.<\/p><h3>Wer bin ich<\/h3><p>Diese Frage ist oft - unbewusst - der wahre Antrieb, wenn Menschen zu mir kommen, um mit mir zu singen. Sie wollen sich selbst wiederfinden.<\/p><p>Da ich gelernt habe, mit den \u201eAugen des Herzens\u201c zu h\u00f6ren, <strong>erkenne ich in jeder STIMME sofort ihre Essenz<\/strong>. Den g\u00f6ttlichen Kern, der auch \u201edas innere Kind\u201c oder \u201edie innere STIMME\u201c genannt wird.<\/p><p>Ich sehe es als meine einzige Aufgabe an, mich mit dieser Essenz zu verbinden, ihr zuzuh\u00f6ren, und dabei zu helfen, die Mauern und Blockaden beiseite zu r\u00e4umen, die den Zugang zu dieser Essenz versperren.<\/p><p><strong>Arbeit mit und an der STIMME ist<\/strong> f\u00fcr mich <strong>Befreiung<\/strong> von anerzogenen und angelernten Mustern, Regeln und Konzepten, die ein freies Schwingen der Seele behindern. Bei vielen meiner Sch\u00fcler und Klienten ist der Raum, den sie sich selbst zugestehen unglaublich klein. Sie k\u00f6nnen nicht frei atmen. Sie k\u00f6nnen sich nicht in ihrer Gr\u00f6\u00dfe aufrichten. Sie schlagen oft die Augen nieder, oder suchen einen Punkt au\u00dferhalb ihrer selbst, den sie \u201eanschauen\u201c, anstatt sich selbst zu sehen.<\/p><p>Sie haben keine Verbindung zu ihrem \u201einneren Selbst\u201c. Sie \u201edurchklingen\u201c sich nicht. <strong>Die Person<\/strong> verbirgt sich hinter der \u201eMaske\u201c \u2013 \u201epersona\u201c** \u2013 die sie f\u00fcr sich selbst gew\u00e4hlt haben als die Rolle, in der sie gerne gesehen werden wollen. Doch in ihrer STIMME sind sie immer h\u00f6rbar, als der Mensch, der sie wahrhaftig sind.<\/p><p>Wenn durch Schauspieltraining, Gesangsunterricht oder \u201eArbeit an Stimme, Sprache und Pers\u00f6nlichkeit\u201c der wahre Kern ans Licht geholt und die Seele wieder sichtbar wird, was sich im StimmKlang \u00e4u\u00dfert, wird das Leuchten in den Augen zum erkennbaren Zeichen der \u201eVerwandlung\u201c. Zur\u00fcck zum Schmetterling \u2013 raus aus der Erstarrung der \u201ePuppe\u201c und der uners\u00e4ttlich hungrigen Raupe.<\/p><p>Wir hungern in Wahrheit nach uns selbst \u2013 wir erstarren aber an den Erwartungen, die wir an uns selbst stellen, und die von au\u00dfen an uns gestellt werden. <strong>Wenn die eigene Stimme sich<\/strong> aus dieser Erstarrung wieder <strong>Bahn bricht<\/strong>, und die Panzer sprengt, erwacht der Schmetterling zum Leben, und wir <strong>erkennen, wer wir wirklich sind<\/strong>.<\/p><p>Wir alle haben Fl\u00fcgel, um mit Leichtigkeit unser Leben zu bestreiten, wenn wir uns wiedergefunden und erkannt haben, dass man uns nur eingeredet hat, es nicht wert zu sein in Freiheit zu leben. Dass wir nicht \u201ew\u00fcrdig f\u00fcr den Schl\u00fcssel sind\u201c. ***<\/p><p><em>Man sieht oft etwas hundert Mal, tausend Mal,<br \/>ehe man es zum allerersten Mal wirklich sieht.<br \/><\/em>Christian Morgenstern<\/p><p>Anmerkungen:<\/p><p>** Das Wort \u201epersonare\u201c kommt aus dem Lateinischen \u2013 und bedeutet\u00a0 \u201edurchklingen\u201c<\/p><p>** Das Wort \u201epersona\u201c kommt aus dem Griechischen \u2013 und bedeutet \u201eMaske\u201c<\/p><p>\u00a0<\/p><p>***Um diesen letzten Satz zu verstehen \u00e0 lies unser Buch \u201eDer Weg hinter die Spiegel\u201c<\/p>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3541","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/cfink.dikonzept.cloud\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3541","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/cfink.dikonzept.cloud\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/cfink.dikonzept.cloud\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cfink.dikonzept.cloud\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cfink.dikonzept.cloud\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3541"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/cfink.dikonzept.cloud\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3541\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cfink.dikonzept.cloud\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/3601"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/cfink.dikonzept.cloud\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3541"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/cfink.dikonzept.cloud\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3541"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/cfink.dikonzept.cloud\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3541"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}